
Dialog mit dem Unbewussten
Worum geht es uns, wenn wir uns dem Unbewussten und seinen Symbolen in Träumen, Imaginationen und Märchen zuwenden?
Lebenskrisen, Begegnungen, Übergänge, Herausforderungen, tiefgreifende Veränderungen im Leben oder einfach die wachsende Lebenserfahrung mit dem Älterwerden können Fragen aufwerfen, die eine Neuorientierung fordern. Wir suchen nach Antworten, die wir in den gewohnten Bahnen unseres Alltags nicht finden.
Sie können uns zuwachsen, wenn wir die bisherigen Ebenen des Denkens verlassen, uns für Signale aus dem Inneren öffnen. Dort können wir Zugang finden zu unserem bisher nicht verfügbaren schöpferisches Potenzial.
Der Pool, in dem diese unerkannten Reichtümer bereit liegen, ist der Bereich des Unbewussten des persönlichen Unbewussten, das alles Verdrängte aus unserem Leben enthält, und des kollektiven Unbewussten, durch das wir an die Wurzeln unseres Menschseins angeschlossen sind. Letzteres ist der Urgrund, aus dem die Symbole als kostbare Hinweise auf die allumfassende Dimension hinter unserem begrenzten Denken aufsteigen.
Sie begegnen uns in der Kunst, in den Religionen, in Mythen und Märchen der Völker und in unseren Träumen.
So sind Träume, Imaginationen und Märchen Träger einer Botschaft an uns. Wenn wir im Dialog mit ihnen lernen, sie zu entschlüsseln, sie für wahr zu nehmen und zu schätzen, können sie mit all dem darin liegenden Reichtum unser alltägliches Leben befruchten, uns zu einer Neuorientierung mit größerer Freiheit inspirieren. Sie werden so zu Marksteinen an unserem Weg, zu Wachstumsimpulsen und Hilfen auf den Wegen der Selbstfindung.
Die Arbeit an Träumen, Imaginationen und Märchen setzt also das Interesse voraus, sich selbst besser kennen zu lernen, zu wachsen, neue Möglichkeiten in sich auszuloten. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Alle Schritte werden in der Gruppe gemeinsam erarbeitet und in kreativem Gestalten vertieft. Doch sollten die TeilnehmerInnen normalen Belastungen gewachsen sein.
Es handelt sich in dieser Arbeit nicht um eine Therapie.
Eine notwendige Therapie kann durch sie nicht ersetzt werden.